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Meine Angebote

Neurologische Untersuchung, NLG, EMG, Nervenultraschall in meiner Praxis in Berlin, Schloßstraße in Steglitz

 

Mir schlafen die Hände ein, kann das ein Karpaltunnelsyndrom sein?    –   Ist das nicht eher eine Durchblutungsstörung?   –   Wie wird das diagnostiziert?   –   Bei mir wurde ein Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert, muß ich jetzt operiert werden?   –   Ist ein Karpaltunnelsyndrom schlimm?   –   Was kann passieren?   –   Wann muß eine Operation sein?   –   Was für andere Therapiemethoden gibt es?  

Mit diesen oder ähnlichen Gedanken und Fragen stellen sich oft Patienten vor. Was also kann ich als Neurologe in dieser Situation beitragen?

Karpaltunnelsyndrom

Überblick Terminablauf: Anamnese, neurologische Untersuchung, NLG-Untersuchung, Nervenultraschall, Befundbesprechung, Therapieplan, schriftlicher Befundbericht. Die einzelnen Schritten werden hier nochmal kurz erläutert:

 

  • ausführliche Anamneseerhebung
    • dies bedeutet: Anamnese beschreibt das initiale Gespräch des Arztes mit dem Patienten; die Beschwerden sollen möglichst genau erfaßt werden.
    • Fragestellungen in diesem Untersuchungsschritt: welche Beschwerden bestehen, seit wann, wie stark ist dadurch der Alltag gestört, Begleitsymptome, was verbessert und was verschlechtert die Beschwerden, etc.

 

  • neurologische Untersuchung
    • dies bedeutet: Untersuchung von Kraft einzelner Muskeln, Reflexen, Sensibilität, Koordination, usw.
    • Fragestellungen in diesem Untersuchungsschritt: Sind Nervenausfallssymptome erfaßbar? Welcher Nerv ist betroffen? Wie schwer sind die Ausfallserscheinungen? Auch Testung von Alternativhypothesen: Kann es auch etwas anderes sein? liegt tatsächlich ein Problem eines Nerven vor oder eher der Durchblutung? Ist evtl. ein Wirbelsäulenproblem ursächlich?
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Sie sehen, den Stellenwert der Anamnese (ausführliche Befragung) und klinischen Untersuchung bewerte ich im neurologischen Untersuchungsgang sehr hoch. Auch sind bei jedem Untersuchungsschritt im Hinterkopf Gedanken aktiv, werden Hypothesen aufgestellt oder verworfen. Nach der Anamnese und klinischen Untersuchung hat ein guter Neurologe schon in den allermeisten Fällen eine Arbeitshypothese erstellt. Die weitere Untersuchung wird nun daraufhin geplant, die Hypothesen bestätigt oder wenn nötig auch geändert.

 

  • NLG:
    • dies bedeutet: NLG steht für Nervenleitgeschwindigkeit; Messung der Nervenfunktion.
    • Fragestellungen in diesem Untersuchungsschritt: liegt eine Störung der Nervenfunktion vor? Welcher Nerv ist betroffen? Wo genau? Wie stark ausgeprägt?Anders als oft befürchtet, ist die Untersuchung zwar unangenehm, aber nicht außergewöhnlich schmerzhaft. Auf der NLG-Untersuchung beruhen die klassischen Diagnosekriterien für ein Karpaltunnelsyndrom, auch für die Schweregradeinteilung. Auch kann gezeigt werden, daß die Störung des Nerven tatsächlich im Verlauf des Nerven durch den Karpaltunnel zu finden ist und nicht an anderer Stelle
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  • EMG-Untersuchung:
    • dies bedeutet: Untersuchung der Muskeln bzw. der die Muskeln ansteuernden Nervenfasern.
    • Anmerkung: Ein EMG Ist bei den Handmuskeln meist sehr schmerzhaft und liefert zugleich wenig Zusatzinformationen – daher verzichte ich in aller Regel bei V.a. Karpaltunnelsyndrom auf diese Untersuchung

 

  • Nervenultraschall:
    • dies bedeutet hier: Darstellung des Karpaltunnel, des hindurchtretenden Handnerven.
    • Fragestellungen in diesem Untersuchungsschritt: Was ist die Ursache der Störung der Nervenfunktion: Entzündung, Druck auf den Nerven, anderes? Liegt dem Karpaltunnelsyndrom eine bestimmte Ursache zugrunde (z.B. Ganglion, Sehnenscheidenentzündung), welche die Therapie in eine andere Richtung lenkt?
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  • Besprechung der Ergebnisse:
    • Wie lautet die Diagnose? Wie ist die Diagnosesicherheit? Was kann über die Nervenfunktion gesagt werden? Liegt ein Nervenschaden vor oder eine Nervenirritation? Schweregrad? Was bedeutet das für die Therapieplanung?
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  • Besprechung des weiteren Vorgehens:
    • ist eine Operation tatsächlich notwendig? Gibt es ein vertretbares Zeitfenster für nicht-operative Therapieansätze? Welche Möglichkeiten gibt es hier?

 

  • ein ausführlicher schriftlicher Befundbericht für Sie und mitbehandelnde Ärzte zur Absprache wird Ihnen in den Folgetagen per Post zugesandt

 

Vereinbaren Sie hier einen Termin für eine neurologische Untersuchung. Kommen Sie bitte pünktlich zum Termin  (Wartezeiten sind selten) und planen Sie ausreichend Zeit (60min) ein.

Das o.g. Untersuchungsangebot wurde exemplarisch für das Karpaltunnelsyndrom (häufigstes Nervenengpaßsyndrom) beschrieben. Ein ähnlicher Untersuchungsablauf gilt auch für andere Nervenengpaßsyndrome (Ulnarisneuropathie am Ellbogen, Loge de Guyon Syndrom, Peroneusdruckläsion, Tarsaltunnelsyndrom, u.a.). Natürlich gibt es noch weit mehr „Nervenprobleme“ als ich hier auflisten kann. Ich freue mich immer, auch einmal seltenere, „knifflige“ Probleme zu untersuchen.

Die Diagnose ist gestellt – wie geht es weiter?
Gerne biete ich auch an, den weiteren Verlauf zu begleiten. Ich selbst bin nicht operativ tätig, biete also das nicht-operative Therapiespektrum bei Karpaltunnelsyndrom an. Als besondere Leistung kann ich eine gezielte, sonogestützte Injektionstherapie (Abbildung). Bei Indikation für eine Operation arbeite ich mit erfahrenen Handchirurgen zusammen. Sollten die Beschwerden rasch wieder zurückgehen, sind keine längerfristigen neurologischen Kontrolluntersuchungen notwendig. Sollte dies nicht der Fall sein, helfen Kontrolluntersuchungen, im Verlauf die Therapie anzupassen, auch ggf. den Zeitpunkt einer Operation vor Eintreten eines Nervenschadens zu bestimmen.

Schlußbemerkung

Oben finden Sie stellvertretend ein Beispiel für mein Angebot einer sorgfältigen und aussagekräftigen neurologischen Diagnostik. Ich hoffe, ich konnte Ihnen anhand dieses Beispiels mein Konzept, meine Schwerpunkte und meine Arbeitsweise zeigen. Nicht alle Probleme sind nach dem oben geschilderten Schema zu untersuchen. Zum einen ist das Fachgebiet der Neurologie oft komplizierter. Immer freue ich mich über die Herausforderung, auch kniffligere/seltenere Nervenuntersuchungen durchzuführen. Der Untersuchungsgang bei Ihnen kann also u.U. von dem oben dargestellen Beispiel abweichen. Manche Patienten wünschen auch nur einzelne Untersuchungsbausteine bei mir durchzuführen, da sie z.B. bei einem anderen Arzt bereits Untersuchungen hatten, keine NLG-Untersuchung wünschen o.a.  Auch das kann ich gerne anbieten. Wichtig ist mir immer eine individuelle Herangehensweise. Eine „one size fits all“ Untersuchung gibt es in der Neurologie nicht.